Ein altes Sprichwort lautet in etwa: „Schnell, günstig und gut – such dir zwei davon aus“. Es gibt sogar überall schöne Venn-Diagramme dazu. Wie dieses hier 🙂

Diese Idee gehört eher zur gängigen Meinung und lässt sich sehr gut auf die meisten Dinge anwenden. Sie taucht oft im Zusammenhang mit Transferarten und verschiedenen Zahlungsanbietern auf. Es ist zu bequem, darauf zurückzugreifen, aber wir alle tun es.

Im Kontext traditioneller Zahlungssysteme ist es üblich, sich allen drei Aspekten anzunähern, wenn auch nicht ganz. Schnelle Vergleiche beziehen sich meist auf Tage im Vergleich zu Sekunden, und der Kostenvergleich ist typischerweise ein Prozentsatz im Vergleich zu niedrigen Fixkosten. In diesem Zusammenhang macht es immer noch Sinn. Sogar „gut“ könnte man als Benutzererfahrung oder Sicherheit betrachten, die sich je nach Anbieter unterscheiden. Bei Zahlungen sieht es häufig so aus, weil schlechte Benutzeroberflächen bekanntermaßen den Ausschlag geben:

Gut, schnell und günstig wirken fast wie Grundvoraussetzungen, wenn man Zahlungen im Blockchain-Kontext betrachtet. Im Blockchain-Kontext sind bei Zahlungen Sicherheit bei der Schlüsselverwaltung erforderlich, alle Kosten sind Fixkosten, die von Dollar bis zu weniger als einem Cent reichen, und Transaktionen werden innerhalb von Minuten oder Sekunden abgeschlossen. 

Hier gibt es keine zeitlichen Überlegungen, daher ist der Geschwindigkeitsunterschied erheblich. Wenn man die traditionellen Systeme mit den neuen, korrekt implementierten Blockchain-basierten Systemen vergleicht, sieht es eher so aus:

Wie Sicherheit umgesetzt wird, wie Gebühren skalieren und wie Geschwindigkeit neue Risiken schafft, muss in diesen neuen Zahlungsökosystemen berücksichtigt werden, doch handelt es sich dabei um technisch lösbare Probleme.

In den alten Systemen haben wir es zunächst mit unverschlüsselten Batch-Dateien zu tun. In den neuen Systemen haben wir es von Anfang an mit einer recht komplexen Schlüsselverwaltung zu tun. In beiden Fällen gibt es nach wie vor Sicherheitsbedenken, doch die Verantwortung liegt in beiden Szenarien bei den Anbietern, und es handelt sich um technisch lösbare Probleme.

In den alten Systemen streiten wir uns in Sachen Geschwindigkeit um Tage, Stunden oder Minuten, und manchmal verbringen wir Jahre damit, Dinge aufzubauen, um Sekunden zu erreichen. In den neuen Systemen dreht sich alles um Sekunden. Im schlimmsten Fall sind es Minuten.

In den alten Systemen verhandeln wir Preisvereinbarungen (wie ein alter Freund es nennt), um aus einem Stein Blut zu pressen und einen höheren Prozentsatz zurückzubekommen, und in den neuen Systemen geht es um Dollar und Cent – zusätzlich zu sofortiger und sicherer Abwicklung, wenn alles korrekt implementiert ist.

Es sieht so aus, als würde sich die Lage doch zum Besseren wenden.